Olympische Spiele 2016 – Rio

Olympiade in Rio

Die ersten beiden Augustwochen war ich nun in Rio, um die schweizer Ruderer anzufeuern. Die ganze „Sache Olympia“ ist schon sehr beeindrucken. Überall in der Stadt verteilt sind unterschiedliche Sportstätten und auf den Strassen sind die Fans aller Nationen in deren Farben und Flaggen zu sehen. Eigentlich ist es beeindruckend wie es bei solchen Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen friedlich funktionieren kann. Natürlich hatte Braslilien auch für extreme Polizei- und Militärpräsenz gesorgt. Teilweise war es schon schockierend 2-3 stark bewaffnete Militärs gemeinsam an Strassenecken stehen zu sehen und ständig die Hubschrauber über der Stadt kreisen zu hören.

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Nichts desto trotz sind wir täglich am Morgen los in das „Estadio do Lagoa“, um die Ruderwettkämpfe anzuschauen. Es war beeindruckend wie viele schweizer Fans von Familien und Freund mitgekommen waren, um das ganze Team anzufeuern. Ich glaube sie haben, für das dass die Schweiz ein so kleines Land ist, doch verhältnismässig viel Stimmung gemacht. Am letzten Tag hat sogar der Stadionsprecher „Hopp Schwiiz“ mitgerufen ?

Dani und Michi haben final den 13. Platz errudert. Die anfängliche Enttäuschung war bei allen auch etwas zu spüren, da die Hoffnung auf einen Platz zw. 7. und 12. doch sehr gross war. Aber ich finde, dass der 13. Platz für eine erste Olympiateilnahme doch super ist und wer kann denn schon sagen, dass er mal bei Olympia dabei war. Nicht so viele… Ich finde die wochen- und monatelange Arbeit wird mit einer Teilnahme an Olympia super belohnt. Die zwei können sicher stolz auf sich sein.

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Rio 03 CollageWir hatten die Möglichkeit dann bei einem Apero im „House of Switzerland“ etwas mit allen zu feiern. Dort konnten wir dann noch andere schweizer Sportler sehen, wie z.B. Guilia Steingruber, welche offen und sehr nett für Bilder mit uns zu haben war. Unsere Herren hat das natürlich gleich 2x gefreut ? Natürlich war auch unsere Freude über Schwizer Schoggi und Raclette am anderen Ende der Welt sehr gross ?

Dank Dani hatten Nadia und ich auch die Möglichkeit in das Olympische Dorf zu kommen. Dahin kommt man nur als Athlet, Betreuer oder nach genauer Passprüfung in Begleitung eines Athleten. Dani hatte uns mit Freude herumgeführt, seine Unterkunft im Hochhaus gezeigt und alles was dort sonst noch so zu sehen war. Lustig war die lange Schlange der gesundheitsbewussten Athleten vor dem Mc Donald’s, bei welchem man alle Menüs gratis bekam ? Alles in allem, sehr beeindruckend, dass wir dort sein konnten.

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Neben den Spielen

Natürlich hat Rio mit seinen vielen unterschiedlichen Stadtteilen und Möglichkeiten an diverse Strände zu gehen auch neben der Olympiade sehr viel zu bieten. Wir haben das „Standardtouriprogramm“: Cristo, Zuckerhut, Museu do Amanha (Zukunftsmuseum), Copacabana/ Ipanema und Lapa auch abgeklappert.

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Auf dem wie ich ihn immer schmunzelnd nenne Cristo(f), war ein unglaublicher Andrang an Leuten. Natürlich will jeder DAS Foto mit der Statue, daher ist davor immer eine extreme Meute. Die Bähnlifahrt hoch und runter war fast wie daheim beim Skifahren. Auf dem Berg gab es sogar eine „Jungfraujoch- Werbung“ für die Schweiz. Echt lustig.?

Rio 06 CollageDen Zuckerhut fand ich persönlich viel besser. Es ist mehr Platz dort oben und man könnte in Ruhe einen ganzen erholsamen Tag verbringen. Die Aussicht war genial und glücklicherweise sehr klar. Man sieht die ganze Stadt, mit den diversen Stränden und den Bergen dazwischen. Und hier auch wieder eine schweizer Marke „Victorinox“, welche da oben gross Werbung macht.

07 CollageNatürlich sind wir auch an den Strand an der Copacabana und in Ipanema gegangen. Nachdem ich teilweise an sehr abgelegenen Surferstränden war, musste ich mich erst wieder an die Meute an Leuten die dort waren gewöhnen. Aber eigentlich Luxus für eine Stadt so viel Strand vor der Haustüre zu haben. Jedoch war mir das Wasser etwas zu kalt. Nachdem ich nun Temperaturen von 25°C und plus gewöhnt war, waren die max. 20°C doch etwas wenig❄️

 

Rio 07 CollageDer Bezirk Lapa mit seinem beeindruckenden Aquädukt ist super toll zum Weggehen am Abend. Es gibt sehr viele verschiedene Bars und Restaurants und es hat immer Leben auf den Strassen. Die Gebäude sind auch super schön und bunt gemacht. Sehr schön….?

 

Ich habe die Brasilianer, welche Englisch sprechen konnten?, als sehr offene, hilfsbereite und das Leben geniessende Personen empfunden. Meine Hosts im Hostel war ein wunderbares Paar, welche den Aufenthalt sehr familiär machten.

Die einzigen Kritikpunkte, welche uns die ganzen zwei Wochen etwas gestört hatten ist, dass der Service in den Bars und Restaurants grundsätzlich 10% Trinkgeld inklusive hat. Das hatte sich sehr sehr stark auf die Qualität der Servicepersonen ausgewirkt. Der Grossteil derer war extrem unfreundlich und patzig. Das war sehr schade….. Der andere Punkt der uns immer wieder etwas auf den Magen geschlagen hatte war, dass man sobald es um Geld geht dort immer das Gefühl hatte abgezockt zu werden. Sogar von der Olympiaorganisation, welche seltsame Regelen verbunden mit verhältnissmässig grossen Kosten aufgestellt hatte. Ich denke das ist schade für solch einen Ort, da er doch sehr von Touristen lebt. Ich kann ihn daher leider meinen Freunden, Kollegen und Familie nicht als Destination empfehlen ? Ich habe schon alles in allem bessere Destinationen erfahren.