Das Inselleben

Neben Surfen, meine Ruhe geniessen und Selfies mit den Surfprofis machen ? habe ich dann doch noch die ein oder andere Touristenattraktion besucht. Darunter fielen die „hidden oder auch mermaid caves“, welche sich im Südwesten von Oahu befinden. Diese Caves sind extrem cool, da sie unter einem Riff sind, welches hier vom Meer ausgewaschen ist und dadurch entstanden sind. Man kann vom Strand aus runtersteigen und sitzt dann in einer Höhle, in welcher das Wasser ankommt.


Eine Freundin mit welcher ich in Hawaii einige Zeit verbracht habe, hatte das Glück oder auch Pech, dass ihr Weiterflug nach Australien einen Tag verschoben wurde, da ein Vogel in das Triebwerk der Maschine gekommen war. Die Fluggesellschaft hatte daraufhin den ganzen Flieger im Waikiki Hilton einquartiert ?Somit konnten wir gemeinsam noch einen weiteren Abend in Honolulu geniessen und ich musste nicht zurück an den North Shore fahren, sonden hatte die Möglichkeit auch eine Nacht im Hilton zu verbringen ? Ehrlich gesgagt war mir das alles doch etwas zu viel Luxus, wenn man nach mehr als 6 Monaten das Hostelleben gewöhnt ist. Somit war ich dann aber am nächsten Morgen schon sehr früh unterwegs und konnte am Vormittag auf den Diamond Head hinauf. Glücklicherweise hatte ich Hammerwetter wodurch die Aussicht richtig super war. Jedoch war es recht windig, was da oben aber normal zu sein scheint ?

Auf meinem Rückweg zum North Shore hatte ich noch versucht die Ruinen der Sommerresidenz “Kaniakapupu Ruins” des Königs Kamehameha III in einem Wald zu finden. Die Wegbeschreibung dorthin war im Internet jedoch bewusst sehr ungenau gehalten, um die Ruine von Touristenschwärmen, welche auf den Gemäuern herumklettern und noch mehr beschädigen, fern zu halten.  Somit musste ich enttäuscht nach ca. 15- 20 Minuten Herumwandern und Suchen im Wald dann aufgeben, da ich selbst nicht verloren gehen wollte ?

Am 07. Dezember, dem 75. Jahrestag des Angriffs auf Pearl Harbor, bin ich nach Pearl Harbor gefahren, um mir das alles anzuschauen. Die Amerikaner hatten auf Grund des 75. Jahrestages seit Anfang Dezember immer wieder verschiedene Programme resp. Aktivitäten geplant, wodurch natürlich sehr viel mehr Besucher vor Ort waren als zu normalen Tagen. Somit waren auch die Tickets zur Besichtgung des USS Arizona Memorial schon frühmorgens nach Öffnen der Tore innerhalb kürzester Zeit ausgegeben. Auf Grund dessen habe ich nur die Pearl Harbor Historic Site besucht und mir das angeschaut.

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Etwas östlich von Honolulu ist ein wunderschöner Strand- Hanamua Bay- mit klarem Wasser und Riff zum schnorcheln.  An einem Nachmittag auf dem Rückweg von Honolulu an den North Shore, habe ich dort einen kleinen Zwischenstopp gemacht, um den restlichen Tag an diesem genialen Strand zu geniessen.

 

Surfaction: Triple Crown und Eröffnungszeremonie für den „Eddie“

Im Dezember wurden noch zwei weitere Events des Triple Crowns durchgeführt, sowie am 01. Dezember die Eröffnungszeremonie für den Eddie.

Der Eddie ist ein Big Wave Event, welcher zu Ehren und Gedenken an den ersten Lifeguard des North Shores und big wave Surfer Eddie Aikau durchgeführt wird. Eddie war derjenige der immer zur Hilfe jeder in Not geratenen Person geeilt ist und somit nie jemand an seinem Strand ums Leben gekommen ist. Tragischerweise ging er verschollen, nachdem er versuchte nach dem Schiffbruch eines Kanus im Ozeans zwischen Hawaii nach Tahiti Hilfe zu holen. Auch hier wollte er die Leben seiner Crew retten.

Zu dem Event werden jährlich die weltbesten Big Wave Surfer plus auch Surfer, welche in der Championship Tour teilnehmen, eingeladen. Die Wartezeit auf Wellen mit der Grösse von über 20 (Hawaii) Fuss startet am 01.12. mit der Eröffnungszeremonie und endet am letzten Februartag. Sobald die Vorhersage auf entsprechend grosse Wellen hinweist wird der Event gestartet. Es kann jedoch auch sein, dass die Winterwellen zu klein bleiben und somit der Event nicht durchgeführt wird. Auf Grund dieser Regel wurde seit dem Start im 1985 der Eddie bisher nur 9x durchgeführt.

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Die weiteren beiden Events vom Triple Crown, der Vans Worldcup of Surfing wurde am Sunset Beach und final der Billabong Pipe Master am Banzai Pipeline durchgeführt.

Ich hatte mit den Pipe Masters extrem Glück, da die Wartezeit bis zum 20. Dezember definiert war, ich jedoch meinen Weiterflug auch schon am 20. Dezember gebucht hatte ? Auf Grund extrem schlechter und kleiner Wellen und auch ungünstigem Wind, wurden die Eventtage immer wieder nach hinten verschoben und ich hatte etwas Angst den Finaltag nicht sehen zu könnenn. Glücklicherweise wurde der Finaltag am 19. Dezember durchgeführt und somit hatte ich perfektes Timing, um alles sehen und dann passend am 20. Dezember weiterfliegen zu können ??


Svenja und das Meer

Nach meinen 7 Wochen in Hawaii kann ich sagen, dass sich der Trip für mich wirklich gelohnt hat. Ich konnte diverse Spots in Hawaii surfen und habe auch sogar das ein oder andere Mal etwas grössere Wellen erwischt. Wenn ich nochmal nach Hawaii an den North Shore gehen sollte, weiss ich dann sofort an welche Spots ich wann gehen kann.

Leider bin ich am letzten Tag auf dem Riff in einen Seeigel getreten und trage somit immernoch ein kleines Andenken an Hawaii mit mir herum ?. Ich hoffe jedoch, dass die Stacheln sich in den nächsten Wochen von selbst wieder aus dem Fuss herausarbeiten.

Die Stunde auf dem Lifeguard Tower, in welcher ich mein Fuss in Essig getränkt hatte um die Auswirkugnen der Stacheln so gut wie möglich zu minimieren, war jedoch sehr unterhaltsam und lustig. ?