Philippinen – Siargao

Ende Januar habe ich Australien verlassen mit dem Zwischenziel Manila. In Manila bin ich 2 Tage geblieben, da ich mir stressfrei dort auf der Behörde sofort das 30 tägige Visum, welches man bei der Ankunft erhält, auf 59 Tage verlängern lassen musste. Dies war eine recht einfache Sache. Ich musste nur das „Immigration Office“ finden und dort die Rechnung von ca. 60 US$ zahlen.

Danach 1- 2h warten bis ich zum finalen Schalter gerufen wurde und meinen Pass inklusive Visumskleber wieder zurückbekommen habe. Ich habe keine Ahnung was innert dieser Zeit gemacht oder respektive geprüft wird, daher habe ich eher das Gefühl, dass die Velängerung zum grössten Teil Geldmacherei ist. Aber ich war ja froh ist das so fix gegangen.

Ich dachte ja, dass ich dann an meinem 2. Tag etwas von Manila anschauen würde, aber die Stadt ist so chaotisch und hässlich, dass ich einfach in diesem Trubel in der Stadt herumgelaufen bin, um das alles auf mich wirken zu lassen.

 

Siargao: die „Sufinsel“ der Philippinen

Von Manila bin ich mit 2 Inlandsflügen auf die kleine Insel Siargao geflogen. Ich hatte ja wirklich Angst, dass in die kleine Propellermaschine das ganze Gepäck welches vor dem Flugzeug stand nicht reinpassen würde. Von der Boardbag ganz zu schweigen…. Glücklichweise kam dann alles mit dem selben Flug mit ?

Siargao hatte ich schon einmal vor ca. 3 Jahren im Blick, aber da die lange Anreise für 2 freie Wochen für mich damals zu umständlich war hatte ich es wieder verworfen. Nun da ich insgesamt 6 Wochen auf den Philippinen sein werden macht das natürlich nichts aus. Schön ist eigentlich auch, dass es noch nicht so einfach ist hin zu kommen und somit der Tourismus noch nicht ganz so aufgeblüht ist. Natürlich gibt es rund um General Luna schon sehr viele Hotels/ Hostels/ Resorts, da der Surfspot Cloud 9 schon einen Namen in der Surfwelt hat, aber die Locals sagen, dass wenn ab diesem Jahr dann der Direktflug von Manila kommt, noch viel mehr Touristen auf der Insel sein werden.

Daher geniesse ich es momentan jetzt noch den Mix aus Tourismus, aber auch Ursprünglichem sehen zu können.

 

Die ersten zwei Wochen auf der Insel

Meine ersten zwei Wochen waren eine recht chaotische Zeit. Zuerst hatte es einen Tag nur geregnet, was dann diesem grünen Paradies sehr viel an Charme genommen hat. Dadaurch ist die sowieso schon sehr hohe Luftfeuchtigkeit noch höher, dass es teilweise dann schon erdrückend ist.

An einem der Sonnentage bin ich auf ein Insel Hopping mitgegangen, wo ich das erste Mal raus aufs Meer gefahren bin. Das Türkis/ Blau und das klare Wasser des Meers sind hier unglaublich. Dazu konnte ich dann auch mit einigen Leuten vom Hostel über die Insel mit dem Roller cruisen was bei gutem Wetter auch extrem schön ist.

Hier sind die Zweiräder das Fortbewegungsmittel Nr. 1 und jeder sitzt mit Shorts, T-Shirt, Flip Flops, ohne Helm mit oder ohne Führerschein, alleine zu zweit oder auch schon bis zu 6 Leuten auf diesen Dingern…. Warum sollte man dann ein Auto haben ?? Fast jeder hat ein Boardrack und es ist normal, dass man so zum Surfspot fährt. Wenn es keines gibt, dann werden die Bretter vorne oder hinten quer oder einfach vom Beifahrer unterm Arm transportiert.

Zu Hause würde ich jeden für verrückt erklären der das macht, da es richtig unanagenehme Schürfwunden geben kann wenn damit abrutscht. Aber hier scheint es ja zu funktionieren.

Es ist auch immer wieder erstaunlich wie aufgeschlossen die Kinder hier sind, wenn man mit dem Roller vorbeidüst. Sie stehen an der Strasse winken und freuen sich wenn man zurück winkt. Ein „high 5“ wenn man langsam vorbeirollt ist dann für sie schon ein richtiger Erfolg. Die Hunde welche an jeder Ecke auf der Strasse stehen, gehen oder liegen reagieren auch sehr gut auf das allgemein übliche Hupen. Sie gehen dann zur Seite ?(was auch natürlich mit Fussgängern oder langsameren Gefährten funktioniert ?)

 

Ein Shockerlebnis hatten wir an einem Morgen als vom Boardrack im Hostel ein Board geklaut wurde. Es handelte sich hier um ein gemietetes Board, welches dann einfach weg war. Wir konnten es zuerst gar nicht glauben, da alle Locals sagen, dass normalerweise keine Boards geklaut werden und vor allem dieses Board auch kein so mega tolles Brett ist. Es wären noch um einiges bessere Boards auf dem Boardrack gewesen.

Eigentlich hatten wir das Brett wirklich schon abgeschrieben, aber die Locals meinten, dass die Insel so klein ist und wenn jemand das Brett zum Verkauf anbieten würde, das wieder auftauchen wird. Na ja …. skeptisch waren alle.

Nichts desto trotz wurden die Bilder des Bretts dann in Facebook und über Nachrichten verbreitet und wir konnten es nicht glauben, dass am dritten Tag jemand aufgetaucht ist und meinte das Board ist zurück. Der Dieb war dann wohl so dumm oder extrem auf das Geld angewiesen, dass er es sofort am Folgetag verkauft hatte. Glücklicherweise hat ein Philippino das Brett im Wasser erkannt und den doch sehr überraschten Käufer sofort zur Rede gestellt. Dieser hatte sich als sehr sehr ehrlich herausgestellt, da er über den Diebstahl gar nichts wusste und das Brett konnte wieder an den Boardshop zurück gegeben werden.

Ich fand das eine Hammererfahrung und freue mich dass die Netzwerke dann doch funktioniert haben und der Finder solch offene Augen hatte das Brett zu erkennen und dazu noch die Courage hatte den Besitzer zur Rede zu stellen.

Heute stehen all unsere Bretter über Nach abgeschlossen in einen kleinen Stauraum ? -> lesson learnt.

 

Svenja und das Meer

Das Meer ist hier unglaublich klar und grün. Es gibt rings um die Insel einige Surfspots die man meist nur mit dem Roller oder auf offenem Meer mit dem Boot erreichen kann.

Leider hat es die ersten Tage sehr viel Wind gehabt, dass es fast unmöglich ist die Spots auf offenem Meer zu surfen. Daher gehen alle an eine handvoll Spots welche windgeschützt sind. Da sitzen dann eben richtig viele Leute im Wasser.

Wir sind an einem Tag in den Norden an einen sehr sehr unbekannten Spot mit den Locals gefahren. Die Welle ist genial vor einem Felsen gebrochen. Ich hatte leider das Pech, dass ich am Fels hängen geblieben bin und somit dann wieder aus dem Wasser war ? Das Brett hat dadurch ein richtig schönes Loch und ich Reefcuts im Fuss und Bein ? Somit war ich dann mal 5 Tage ausser Gefecht bis das Brett wieder ok und die Fusssohle verheilt war.

Ansonsten waren wir an verschiedenen Spots wo man dann doch richtig spassige Wellen bekommen kann ?‍♀️ Ich hoffe dass das die nächsten Tage dann auch noch so weitergeht.